FederstahlblechFederstahlblech eignet sich für die Fertigung von Formfedern und Blattfedern. Es verfügt über eine große Zugfestigkeit und weist eine hohe Elastizitätsgrenze auf. Diese wird durch den Elastizitätsmodul (E-Modul) beschrieben. Um bei der Fertigung von kaltgeformten Formfedern und Blattfedern Überlastungen oder Brüche zu vermeiden, müssen die Federstahlbleche ein sehr gutes plastisches Formveränderungsvermögen aufweisen. Der hohe Reinheitsgrad, ein homogenes Gefüge und eine glatte, abkohlungsfreie Oberfläche sorgen zudem für eine optimale Dauerschwingfestigkeit des Federwerkstoffs.

Gutekunst Formfedern GmbH verwendet bei der Herstellung von Formfedern und Blattfedern Federstahlbleche mit unterschiedlichen Eigenschaften.

 

Wichtige Federstahlbleche und ihre Eigenschaften:

Standard Federstahlbelche

Diese kohlenstoffbasierten Federstahlbleche bestehen aus normalem Qualitätsstandard nach DIN EN 10132-4. Sie werden verstärkt für Federklammern und Haltefedern verwendet. Kommen die Bleche in korrosiven oder extremen Umgebungen zum Einsatz, ist eine nachträgliche Oberflächenbehandlung zu empfehlen.

 

Spezielle Federstahlbleche

Bei besonderen Beanspruchungen wie erhöhter Korrosionsbelastung oder hohen Temperaturen sollte ein Sonderwerkstoff für die Herstellung der Federn verwendet werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die  Zugefestigkeit dieser speziellen Federstahlbleche oft nicht an die Werte normaler Federstähle heranreicht und niedrigere Federkräfte erzielen.

 

Korrosionsbeständige Federstahlbleche

Der Chrom-Nickel-legierte Stahl nach DIN EN 10151 ist der meist verwendete korrosionsbeständige Werkstoff  bei einer Blechdicke bis drei Millimeter. Weil bei diesen rostfreien Federstahlblechen durch die Kaltverformung eine leichte Magnetisierbarkeit entsteht, ist der Werkstoff allerdings nicht für völlig amagnetische Federn geeignet.

Der Stahl nach DIN EN 10151 ist ein ausscheidungshärtbarer Federstahl, der sich bis zu einer Dicke von circa 2,5 Millimetern im kaltverfestigten Zustand verarbeiten lässt. Daraus ergibt sich eine geringe Magnetisierbarkeit.

Dieser Stahl nach DIN EN 10151 weist eine geringere Festigkeit auf als die bisher genannten Werkstoffe. Dafür ist die Korrosionsbeständigkeit deutlich höher und die Magnetisierbarkeit geringer. Weil das Material schwer erhältlich ist, wird es bei ausgewählten Anwendungen eingesetzt.

 

Amagnetische und korrosionsbeständige Federstahlbleche

Die folgenden Kupferlegierungen sind zum einen amagnetisch und besitzen zum anderen eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit. Darüber hinaus sind sie korrosionsbeständig.

Zinnbronze nach DIN EN 1654 ist eine Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie erhält ihre Federeigenschaften durch Kaltverformung. Die Festigkeitswerte und damit die Federkräfte sind wesentlich niedriger als beim Standardmaterial.

Kupfer-Beryllium nach DIN EN 1654 ist ein Federwerkstoff, der sich hervorragend für extrem tiefe Temperaturen bis in die Nähe des Gefrierpunktes eignet.

 

Warmfeste Federstahlbleche mit sehr guter Korrosionsbeständigkeit

Die Nickel-Basis-Legierungen sind wegen ihrer Zusammenstzung sehr beständig gegen Rost. Gutekunst Stahlverformung verarbeitet jeden der warmfesten Federstahlbleche als kundenseitige Materialbeistellung.

  • NiCr 20 Co 18 Ti (NIMONIC 90) (2.4632)

Diese Nickel-Chrom-Kobalt-Legierung hat sehr gute Warmfestigkeitseigenschaften. Anwender können sie bei entsprechender Dimensionierung auch bei höheren Temperaturen einsetzen.

  • NiCr 15 Fe 7 TiAl (INCONEL X 750) (2.4669) und NiCr 19 NbMo (INCONEL 718) (2.4668)

Die Nickel-Chrom-Legierungen sind nahezu kobaltfrei. Damit eignen sie sich insbesondere für den Einsatz in der Reaktortechnik.

 

Sie möchten nähere Informationen zu den Federstahlblechen? Die Technikabteilung von Gutekunst Stahlverformung erreichen Sie telefonisch unter (+49) 07445 8516-30 oder technik@gutekunst-formfedern.de.

Weitere Informationen:

 

Eigenschaften Federstahlbleche

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